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2. Februar 2026

STARBUCKS

Unternehmensprofil und Marktanalyse

Erhalten Sie Einblicke in Geschäftsmodell, globale Ausrichtung und Marktperformance, inklusive Positionierung in China.

Wichtige Fakten
Gegründet 1971 • Börsengang 1992 • Nasdaq-Ticker SBUX
40,990
Filialen weltweit (bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025)
21.514 / 19.476
Unternehmenseigene/lizenzierte Geschäfte (Ende des Geschäftsjahres 2025)
16,864
Geschäfte in den Vereinigten Staaten (Ende des Geschäftsjahres 2025)
8,011
Geschäfte in China (Ende des Geschäftsjahres 2025)
34.2M
90 Tage aktive Rewards-Mitglieder in den USA (4. Quartal des Geschäftsjahres 2025)
31%
Anteil mobiler Bestellungen an den Transaktionen von US-Unternehmen (Geschäftsjahr 2025)
STARBUCKS

Über das Unternehmen

Starbucks wurde 1971 in Seattle, Washington, gegründet und begann als kleiner Laden im Pike Place Market, der ganze Kaffeebohnen, Tee und Gewürze verkaufte. Heute hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in Seattle und betreibt ein globales Café-Netzwerk, das auf firmeneigenen und lizenzierten Filialen basiert. Neben Espresso-Getränken und gebrühtem Kaffee verkauft Starbucks Tee, Kaltgetränke und Speisen, wobei abgepackter Kaffee und trinkfertige Produkte die Marke über die Cafés hinaus bekannt machen.

Die Mission von Starbucks ist es, den menschlichen Geist zu inspirieren und zu fördern, eine Person, eine Tasse und eine Nachbarschaft nach der anderen. Das Unternehmen verbindet diese Mission mit Kaffeequalität und Beschaffungsstandards, darunter sein Programm „Coffee and Farmer Equity (C.A.F.E.) Practices“, und gibt an, mit mehr als 440.000 verifizierten Kaffeefarmen zusammenzuarbeiten.

Am Ende des Geschäftsjahres 2025 (28. September 2025) verfügte Starbucks weltweit über 40.990 Filialen. Das Unternehmen war nach eigenen Angaben in 89 Märkten tätig, wobei die USA und China die beiden größten Standorte darstellten.

STARBUCKS

Geschäftsmodell und Marktposition

Starbucks verfolgt ein auf den Einzelhandel ausgerichtetes Modell, das auf hochwertigen Getränken, Speisen und einem einheitlichen Erlebnis im Laden basiert. Im Geschäftsjahr 2025 machten Getränke 73 % des Umsatzes in den firmeneigenen Filialen aus, Speisen 23 %.

Das Modell kombiniert Größe mit Markenkontrolle durch eine duale Filialstruktur. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 betrieb Starbucks 40.990 Filialen, davon 21.514 firmeneigene und 19.476 lizenzierte.

Wichtige Säulen des Geschäfts:

  1. Unternehmenseigene und lizenzierte Geschäfte
    Unternehmenseigene Geschäfte erzielen den größten Teil des Umsatzes, während lizenzierte Geschäfte die Reichweite mit Partnerkapital erweitern. Im Geschäftsjahr 2025 erzielten unternehmenseigene Geschäfte 83 % des Gesamtnettoumsatzes, lizenzierte Geschäfte 12 %.
  2. Digitalisierung und Kundenbindung als Traffic-Motor
    In den USA meldete Starbucks im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 34,2 Millionen aktive Starbucks Rewards-Mitglieder innerhalb von 90 Tagen. Mobile Bestellungen machten 31 % aller Transaktionen in den vom Unternehmen betriebenen Filialen in den USA aus.
  3. Kanalentwicklung über Cafés hinaus
    Starbucks verkauft abgepackten Kaffee und trinkfertige Produkte außerhalb seiner Filialen und erzielt Lizenzgebühren durch die Global Coffee Alliance mit Nestlé. Außerdem unterhält das Unternehmen Kooperationen im Bereich trinkfertiger Produkte mit Partnern wie PepsiCo und Nestlé.

Marktposition

Starbucks ist nach wie vor einer der weltweit größten Spezialitätenkaffee-Einzelhändler und in 89 Märkten tätig. Die USA und China sind mit 16.864 bzw. 8.011 Filialen zum Ende des Geschäftsjahres 2025 die größten Standorte. Die Konkurrenz kommt von Spezialitätenkaffee-Shops, Schnellrestaurantketten und dem Bereich der trinkfertigen Kaffees, wobei sich der Druck in Bezug auf Preis, Komfort und Standortzugänglichkeit bemerkbar macht.

Nachhaltigkeit fördert die Versorgungssicherheit und das Vertrauen in die Marke. Starbucks betreibt Farmer Support Center, in denen Agronomen und Nachhaltigkeitsexperten tätig sind, und verbindet seine Beschaffungsprogramme mit der langfristigen Versorgungssicherheit in wichtigen Anbaugebieten.

STARBUCKS

Performance in China

Gemessen an der Anzahl der Filialen ist China der größte Markt für Starbucks außerhalb der USA. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 verfügte Starbucks über 8.011 Filialen in China, was einem Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 stieg der Nettoumsatz in China um 6 % auf 831,6 Millionen US-Dollar, und der Umsatz in vergleichbaren Filialen stieg um 2 %, angetrieben durch einen Anstieg der Transaktionen um 9 %, während der durchschnittliche Kaufbetrag um 7 % zurückging.

Der Wettbewerb ist intensiv, angeführt von einheimischen Ketten, die mit Preis und Geschwindigkeit punkten. Starbucks setzt auf drei Hebel: einen lokalisierten Produktkalender, der an chinesische Feiertage gekoppelt ist, Premium-Ladenformate, die ebenso sehr Erlebnisse wie Kaffee verkaufen, und Komfort durch mobile Bestell- und Lieferintegrationen, darunter die Partnerschaft mit Meituan.

Im November 2025 kam es zu einer bedeutenden Veränderung. Starbucks vereinbarte die Gründung eines Joint Ventures mit Boyu Capital, wobei Boyu bis zu 60 % der Einzelhandelsaktivitäten von Starbucks in China übernimmt, während Starbucks 40 % behält und weiterhin Eigentümer der Marke bleibt und Lizenzen vergibt. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 erwartet. Sie soll das Wachstum in kleineren Städten beschleunigen und die lokale Umsetzung verbessern.

Wachstum und Zukunftsaussichten

Starbucks befindet sich in einer Umstrukturierungsphase, in der eine bessere Umsetzung in den Filialen, eine stärkere Wirtschaftlichkeit der Einheiten und ein klareres Kundenerlebnis im Vordergrund stehen. Das Management fasst diese Maßnahmen unter dem Plan „Back to Starbucks“ zusammen und vermeldete im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 zum ersten Mal seit sieben Quartalen einen positiven weltweiten Umsatz in vergleichbaren Filialen.

Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählen:

  1. Verbesserung des Kaffeehauserlebnisses in großem Maßstab
    Starbucks plant, bis Ende 2026 mehr als 1.000 Standorte zu modernisieren, mit aktualisierten Designs, die darauf abzielen, den Komfort, die Verweildauer und den Durchsatz in stark frequentierten Tageszeiten zu verbessern.
  2. Schnellere, zuverlässigere Abläufe für den mobilen und stationären Handel
    Green Apron Service und Smart Queue sind von zentraler Bedeutung für die Verbesserung der Geschwindigkeit und des Auftragsflusses, was das Transaktionswachstum unterstützt, ohne sich ausschließlich auf Preiserhöhungen zu verlassen.
  3. Wachstum in China durch eine neue Betriebsstruktur
    Starbucks hat sich bereit erklärt, ein Joint Venture mit Boyu Capital zu gründen, wobei Boyu bis zu 60 % des Einzelhandelsgeschäfts in China übernimmt, während Starbucks 40 % behält und weiterhin Eigentümer der Marke ist und Lizenzen vergibt. Reuters berichtete, dass Starbucks plant, die Zahl seiner Filialen in China von derzeit etwa 8.000 auf über 20.000 zu erhöhen und dabei verstärkt in kleinere Städte vorzudringen.
  4. Nachhaltigkeit und Lieferstabilität
    Starbucks strebt bis 2030 eine Reduzierung seines Wasser- und CO2-Fußabdrucks um 50 % an und verbindet damit Programme zur Unterstützung von landwirtschaftlichen Betrieben und zur Beschaffung mit langfristiger Lieferstabilität.

Zu den Herausforderungen zählen ein intensiver Wertwettbewerb, eine ungleichmäßige Verbrauchernachfrage nach Premium-Getränken und das Risiko der Umsetzung während der Umstrukturierung. Starbucks kündigte einen Umstrukturierungsplan in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar an, der die Schließung von Filialen und Entlassungen in der Support-Organisation vorsieht, erklärte jedoch gleichzeitig, dass das Unternehmen plant, die Anzahl seiner Kaffeehäuser im Geschäftsjahr 2026 zu erhöhen.

Dieses Unternehmensprofil wurde von Dominik Diemer verfasst

Dominik Diemer verbindet eine Investorenmentalität mit Disziplin in der Umsetzung.

Er ist SAFe Program Consultant (SPC) und Lean Portfolio Management (LPM) Practitioner bei DMG MORI Digital und arbeitet als SAFe Release Train Engineer und interner Berater im Lean-Agile Center of Excellence (LACE).

Sein Schwerpunkt liegt auf Priorisierung, Fluss und Abhängigkeitsmanagement, um Strategien in Ergebnisse umzusetzen. Mit seiner Erfahrung bei Bertelsmann und der Founders Foundation schlägt er eine Brücke zwischen Unternehmens- und Start-up-Denken.

Er investiert auch privat in Private-Equity-Deals und schärft so seinen Blick für Geschäftsmodelle, Werttreiber und Markteinführung.

StockCounterParts spiegelt diese Sichtweise wider.